












Goldenes Leistungsabzeichen für die Feuerwehr Todtnau
Erfolgreich bestanden am vergangenen Samstag 11 Angehörige der Feuerwehr Todtnau das Goldene Leistungsabzeichen der Feuerwehr Baden-Württemberg. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren das bronzene und silberne Leistungsabzeichen absolviert wurde, bereitete sich die gemischte Gruppe aus Feuerwehrmännern der Abteilungen Aftersteg und Todtnau unter der Leitung von Tobias Lehr in den letzten 3 Monaten in zahlreichen Übungen auf das goldene Leistungsabzeichen vor.
Die Prüfung bestand aus drei Blöcken. In einer Theorieprüfung galt es diverse Fragen aus dem feuerwehrtechnischen Bereich zu beantworten.
Der praktische Teil wurde bei brütender Hitze in Kandern durchgeführt.
Beim Löschangriff musste in einer sehr knapp bemessenen Zeit eine Menschenrettung sowie
eine Brandbekämpfung mit Wasser und Schaum durchgeführt werden. Beim Hilfeleistungseinsatz mußte ebenfalls in kurz bemessener Zeit die Lage nach einem Verkehrsunfall fehlerfrei abgearbeitet werden. Neben dem zeitlichen Druck
forderten die hohen Temperaturen der Mannschaft einiges ab. Alle Prüfungsteile wurden erfolgreich bestanden und pünktlich zum Anpfiff des WM-Viertelfinales konnte man das goldene Leistungsabzeichen in Empfang nehmen.
Ein besonderer Dank geht an die Firma Peter Jungel für das Übungsgerüst, die Firma Interbros und Sättele für das bereitgestellte Übungsgelände sowie allen Helferinnen und Helfern, die die Gruppe in den letzten drei Jahren von Bronze bis Gold unterstützt haben.
Stehend v. l.: Winfried Wissler, Florian Kunz, Stefan Dietsche, Thomas Frank, Tobias Lehr
Kniend v. l.: Christian Dürr, Jörg Schwan, Bernd Oberhofer, Achim Franz, Patrick Wissler, Timo Schneider
1. Teil Fragenbeantwortung:
Hier war kein Photo zugelassen 😉
2. Teil Löschangriff:
Lage
In einem zweigeschossigen Wohnhaus ist in der integrierten Garage (Übungsgerüst linke – Seite) ein Brand ausgebrochen. Der Brand droht ins erste Obergeschoss überzugreifen. An einem
Fenster im ersten Obergeschoss (Übungsgerüst rechte Seite) macht sich eine Person bemerkbar, die um Hilfe ruft. Aus dem Fenster tritt kein Rauch heraus. Es sind keine weiteren Personen im Gebäude. Das Garagentor ist
verschlossen. Die Garage kann durch eine Schlupftür im Garagentor begangen werden. Fr die Löschwasserversorgung steht ein Unterflur- oder ein Schachthydrant zur Verfügung.
Beurteilung der Lage beim Eintreffen an der Einsatzstelle, erster Entschluss und erster Befehl Beurteilung
– Menschenleben in Gefahr
– Gefahr der Angstreaktion fr die Person im Obergeschoss
– Gefahr der Ausbreitung von Flammen und Rauch über den Treppenraum ins erste Obergeschoss
– Gefahr durch Atemgifte fr eigene Kräfte
– Eigene Kräfte nicht ausreichend
Erster Entschluss
– Einsatz ohne Bereitstellung
– Menschenrettung über Steckleiter
– Betreuen der geretteten Person
– Brandbekämpfung in der Garage unter Atemschutz
– Sichern des Atemschutztrupps
– Wasserentnahme aus Hydranten
– Lagemeldungen abgeben
– Löschgruppenfahrzeug und Rettungsdienst nachfordern
– Lscherfolg und Nebenrume kontrollieren
3. Teil Technische Hilfeleistung:
Lage
Bei einem Sturm wird ein Baum umgerissen. Der Baum fällt quer über die Strasse. Ein Personenkraftwagen fährt gegen den umgestürzten Baum, am Fahrzeug wird das Vorderteil (Motorraum)
stark eingedrückt. Durch die Verformungen lassen sich beide Türen nicht mehr öffnen. Durch Beschädigung der Kraftstoffleitung sind geringe Mengen Benzin ausgelaufen. Die Windschutzscheibe ist zerbrochen; Glassplitter liegen
verstreut herum. Der Fahrer hängt über das Lenkrad gebeugt im Sicherheitsgurt. Einsatzzeit: Nachts 2:00 Uhr.
Beurteilung der Lage beim Eintreffen an der Einsatzstelle, erster Entschluss und erster Befehl
Beurteilung
– Eine Person eingeklemmt
– Gefahr eines Brandes durch auslaufendes Benzin
– Gefahr eines Folgeunfalls
– Eigene Kräfte nicht ausreichend.
Erster Entschluss
– Unfallstelle absichern – Verkehrssicherungsgerät
– Brandschutz sicherstellen – Schnellangriff Wasser
– Beleuchten der Einsatzstelle – Beleuchtungsgerät und tragbarer Stromerzeuger
– Betreuen und Erstversorgen der geretteten Person – Sanitätsgerät
– Befreien der eingeklemmten Person – Hydraulisches Rettungsgerät
– Aufnehmen des ausgelaufenen Benzins
– Lagemeldungen abgeben
– Rettungsdienst und Rüstwagen (RW 2) einschliesslich Ölbindemittel nachfordern


